Wohin fließt Ihre Kirchensteuer?

Von 1,- Euro Kirchensteuer werden ausgegeben:

  • 38 Cent für Verkündigung und Seelsorge
  • 17 Cent für die diakonischen Aufgaben der Landeskirche in der Altenhilfe, der Behindertenarbeit; für die Diakonie in den Gemeinden und Kirchenbezirken (Kindergärten, Sozialstationen und Beratungsstellen)
  • 13 Cent für Mission und Ökumene, den kirchlichenEntwicklungsdienst und die neuen Bundesländer
  • 10 Cent für Schule und Bildung ( Schule, Religionsunterricht, Fort- und Weiterbildung, Erwachsenenbildung, Hochschulen)
  • 9 Cent für Leitung und Verwaltung
  • 7 Cent für sonstige Ausgaben wie Altersversorgung, Gebühren, Kosten für Kirchensteuereinzug
  • 6 Cent für Gebäudeunterhaltung und Bauinvestitionen

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Wäre es nicht besser, die Kirchensteuer abzuschaffen und ganz auf freiwillige Spenden zu setzen?

Vor- und Nachteile haben sie beide, das Kirchensteuersystem sowie das Spenden- oder Kollektensystem. Beide enthalten Elemente der Freiwilligkeit, sind aber keineswegs frei von Zwängen. Beim Spendensystem besteht die Gefahr der Abhängigkeit: von einigen wenigen finanzstarken Kirchenmitgliedern, dem Ansehen der Kirchenangestellten oder der Attraktivität der Programme.

Warum werden die sozialen Aufgaben der Kirchen (Krankenhäuser, etc.) zusätzlich vom Staat unterstützt?

Wie jedem anderen sozialen Träger werden auch der Kirche Zuschüsse für pädagogische, kulturelle und soziale Aktivitäten gezahlt. Es liegt im Interesse des Staates, dass seine Bürger die Wahlfreiheit unter vielen Angeboten mit unterschiedlichen Profilen haben. Von den Angeboten der Kirchen und ihrer Diakonie, der freien Wohlfahrtsverbände und anderer Vereine lebt unser Staat. Außerdem ist die Unterstützung freier Träger für den Staat günstiger als der Aufbau eigener Einrichtungen. Zudem sind freie Träger flexibel und überschaubar. Sie übernehmen Aufgaben des Staates, dessen Größe beim schnellen Handeln oft hinderlich ist.

Warum wird die Kirchensteuer vom Finanzamt eingezogen?

Der Staat dient als Verwaltungshilfe für die Kirche. Zwar wird der Staat für seine Unterstützung bezahlt, doch dies ändert nichts daran, dass die staatliche Kirchensteuerverwaltung momentan das ökonomisch sinnvollste Verfahren ist, denn die Kosten betragen im Durchschnitt nicht mehr als 3,5 % des Kirchensteueraufkommens. Dagegen würden sich die Kosten einer eigenen Verwaltung auf ca. 20 % der Einnahmen belaufen. Zudem würde ein solcher Kurswechsel für einen bürokratischen Apparat sorgen, der bisher vermieden werden konnte.

Was habe ich davon, Mitglied der Kirche zu sein?

Durch meine Mitgliedschaft und die Kirchensteuer sorge ich dafür, dass die Kirche stellvertretend Gutes tut, Menschen tröstet und von Gottes Menschenfreundlichkeit Zeugnis geben kann. Die Einrichtungen der Kirche garantieren, dass mein Geld zu denen gelangt, die es wirklich am nötigsten haben. Mit meinen Kirchensteuern trage ich dazu bei, dass auch in Schulen, Kindergärten, Jugendgruppen die Werte des Christentums vermittelt werden. Damit sorge ich dafür, dass der „Kitt der Gesellschaft" diese zusammenhält und Grundlagen schafft, auf die jeder und jede angewiesen ist. Es gibt jedoch noch weitere gute Gründe Mitglied unserer Kirche zu sein oder zu werden.

Warum wirbt die Gemeinde immer noch um Spenden, wenn wir doch schon Kirchensteuer zahlen?

Weil nur ein Teil der Kosten für den Betrieb unserer Kirchengemeinde durch die Zuweisung der Kirchensteuer abgedeckt wird. Viele dringende Baumaßnahmen, die Erneuerung unserer Küche im Gemeindehaus, das E-Piano für unsere Jugendband und auch inhaltliche Aktivitäten könnten wir ohne Ihre Spendengelder nicht durchführen. Die genaue Verteilung der Gelder kann jedes Gemeindeglied erfahren.

Jedes Jahr liegt für 2 Wochen der Haushaltsplan unserer Gemeinde zur Ansicht offen. Da gibt es keine Geheimniskrämerei! Nach der Genehmigung des Haushaltsplans durch den Evangelischen Oberkirchenrat wird bekannt gegeben, wann der Haushaltsplan im Pfarramt zur Einsicht aufliegt.

Ganz herzlich bitten wir Sie, unsere Gemeinde auch weiterhin finanziell zu unterstützen, denn es ist unsere Kirche, unsere Gemeinde!

/td